Die Biodieselbranche ist mit den Energiemärkten allgemein und insbesondere mit dem Markt für alle auf Erdöl basierenden Kraftstoffe, die im Verkehrssektor eingesetzt werden, eng verbunden und wird größtenteils durch dieselben Faktoren beeinflusst wie diese Märkte. Der weltweite Energieverbrauch erhöht sich ständig. Zwischen dem Jahr 2003 und dem Jahr 2020 wird die weltweite Energienachfrage voraussichtlich um ca. 46 % und der weltweite Ölbedarf um ca. 30 % zunehmen (Quelle: Energy Information Administration, „International Energy Outlook 2006“).

Gegenwärtig wird der weltweite Energiebedarf im Verkehrssektor hauptsächlich mit Kraftstoffen auf Erdölbasis gedeckt. In den letzten Jahren hat die Bedeutung der „erneuerbaren“ Energiequellen zugenommen, teils aufgrund der begrenzten Reserven an fossilen Brennstoffen, die auf eine wirtschaftliche Weise gefördert werden können, und dem damit verbundenen Preisanstieg, teils aufgrund nationaler Sicherheitsinteressen im Hinblick auf die Abhängigkeit von importierter Energie, sowie eines erhöhten Umweltbewusstseins, besonders hinsichtlich der großen Mengen von Kohlendioxid, die bei der Verbrennung fossiler Kraftstoffe freigesetzt werden.

In zahlreichen Ländern wird die verstärkte Verwendung von Biokraftstoffen durch verschiedene regulatorische Maßnahmen gefördert. Die Europäische Kommission zum Beispiel hat Ziele für den Verbrauch von Biokraftstoffen eingeführt, während verschiedene Länder Vorschriften für die Beimischung von Biokraftstoffen, Quotenregelungen und/oder Steuervergünstigungen eingeführt haben, die zum Wachstum der Biokraftstoffe beigetragen haben.


Biodiesel

Biodiesel kann als direkter Ersatz für Mineralöldiesel verwendet werden und kann mit der vorhandenen Mineralöldiesel-Infrastruktur gelagert, transportiert und verteilt werden. Tanks, Pipelines, Pumpen und andere Anlagen können für Biodiesel sowie für Mineralöldiesel verwendet werden.


Der Diesel- und Biodiesel-Markt

Biodiesel wird entweder als reiner Biodiesel verkauft, gewöhnlich direkt an Fuhrparkbetreiber (wie z.B. Speditionsunternehmen), an Unternehmen der Mineralölindustrie zur Beimischung zu Mineralöldiesel und an Mineralölhändler, die entweder ebenfalls Beimischungen vornehmen oder das Produkt als reinen Biodiesel weitervertreiben.


HPF Biokraft Hirtl GmbH

HPF Biokraft gehört zur Gruppe der führenden Hersteller von Biodiesel auf Basis von alternativen Rohstoffen in Österreich. HPF Biokraft ist bereits seit 2007 als Biodieselhersteller tätig und daher einer der Pioniere der österreichischen Biodiesel-Industrie, insbesondere bei der Verarbeitung von Altspeisefetten und anderen Rohstoffen mit einem hohen Fettsäureanteil. HPF Biokraft stellt Biodiesel, der die europäische Biodieselnorm EN 14214 erfüllt, nur auf Basis von Altspeisefetten her. Die Gesellschaft verfügt daher über Kostenvorteile im Vergleich zu vielen Wettbewerbern, die Biodiesel auf Basis von teureren Rohstoffen wie Rapsöl oder anderen pflanzlichen Ölen produzieren.

Durch der eigens entwickelten Anlagen ist HPF Biokraft in der Lage, eine sehr breite Palette von Rohstoffen zu Biodiesel zu verarbeiten, unter anderem reine Altspeisefette, tierische Fette und frische pflanzliche Fette und Öle. Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Verarbeitungsprozesses bei HPF Biokraft besteht darin, dass der Wechsel zwischen Rohstoffen ohne Produktionsstillstandszeiten möglich ist, und ein wesentlicher Vorteil für die Umwelt bei der Produktion ist ein trockenes Verfahren. HPF Biokraft braucht kein Wasser für die Biodieselentreinigung, damit wird mit weniger Energieaufwand Biodiesel produziert, und es entsteht kein Abfall. In Kombination mit dem vollkontinuierlichen und damit kostengünstigen Produktionsverfahren unterscheidet HPF Biokraft von vielen Wettbewerbern, die in ihrer Rohstoffauswahl wesentlich eingeschränkter sind und/oder mit einem nichtkontinuierlichen, sogenannten Chargenverfahren (Batchverfahren) produzieren.